Eine attraktive Alternative, die durch die faszinierenden Freiberge führt, startet von Dornach südlich von Basel.
Zwischen den beiden Längsrouten bestehen einige Querverbindungen, die den Wechsel von der einen auf die andere Route ermöglichen. Zudem bilden die Höhenzugangswege ab Laufenburg, Frick, Rheinfelden, Liestal und Dornach die nördlichen Anschlüsse an die Längsrouten.
Jura-Nordwestweg Basel/Dornach-Vue des Alpes
6h 30min
Wie der Jura-Höhenweg nicht in Zürich startet sondern in Dielsdorf, so beginnt auch der Jura-Nordwest-Weg nicht in Basel sondern in Dornach, das direkt am Fuss des Jura-Gebirgs liegt. Vom Bahnhof Dornach-Arlesheim geht es zunächst der Birs entlang nach Aesch und hinauf zur imposanten Ruine Pfeffingen. Durch Wald auf den Rücken des Blauen, dem nordwestlichsten Teil des Faltenjuras. Auf dem Kamm, der immer wieder Ausblicke, so in die Oberrheinische Tiefebene, bietet, kreuzt der Wege mehrere, seit alter Zeit begangene Passübergänge. Bei der Challhöchi beginnt der Abstieg nach Kleinlützel, wo früher Tabakpfeifen und Spazierstöcke hergestellt wurden.
Gasthaus zur Sonne, Aesch
Gasthof Mühle, Aesch
5 h 15
Kaum zwei Stunden nach dem Beginn dieser Wanderung wird bei La Réselle de Movelier die Sprachgrenze überschritten. Wir sind im Kanton Jura und ziehen durch eine liebliche Landschaft mit den Dörfern Movelier und Pleigne, die einst im Besitz des tief im Tal der Lützel gelegenen, weitgehend abgegangenen Zisterziensterklosters Lucelle/Lützel waren. An den Gehöften La Burgisberg und Les Côtes vorbei erreichen wir die Passhöhe von Les Rangiers, wo sich die Wasserscheide zwischen Rhein/Nordsee und Rhône/Mittelmeer befindet.
Hôtel Restaurant La Caquerelle, Asuel
6 h 30
Streckenweise auf schmalem Grat und dann wieder auf Juraweiden geht die Route vorbei am legendären Hotel-Restaurant La Caquerelle (mit Kapelle) nach dem auf luftiger Krete gelegenen St-Brais, das einen kleinen Windpark besitzt und berühmt ist durch den Fund eines Zahn eines Neandertaler, womit eine prähistorische Begehung des Gebiets belegt ist. Schön gelegen ist das später zu durchquerende Montfaucon, das älteste Dorf der Freiberge (1139 erstmals erwähnt) und bekannt durch die Reka-Feriensiedlung. Auf praktisch ebenem Weg wird Saignelégier, Hauptort des jurassischen Bezirks Freiberge/Franches Montagnes, erreicht.
4 h 50
Vorbei an der Halle und dem Gelände des Marché-Concours, des alljährlich im August stattfindenden Festes des Freiberger Pferdes, führt der Weg nach Muriaux und dann – als lohnender Abstecher – zum Felskopf von Les Sommètres, von wo man einen atemberaubenden Blick ins Doubstal und den französischen Plateaujura geniessen kann. Die nächsten Stationen sind der Marktort Le Noirmont und der Weiler Le Boéchet sowie das Gebiet von La Chaux d’Abel, wo ein exquisiter Käse produziert wird. Vorwiegend durch offenes Weideland wird La Ferrière erreicht, am äussersten Zipfel des Kantons Bern.
Maison Wenger, Le Noirmont
Jura-Querweg Belchenfluh - Les Rangiers
4 h 30
Auf dieser abwechslungsreichen Route wird ein starkes Stück des östlichen Kettenjura durchwandert. Vom beliebten Aussichtsgipfel Belchenflue führt der Weg am Hofgut Dürstel vorbei nach Langenbruck hinunter. Bei der nahegelegen Passhöhe Oberer Hauenstein geht es steil hinauf über den Helfenberg , dann durch einen Sattel beim Hof Sol über Weiden hinauf zum Chellenchöpfli. Über den bewaldeten Grat zur Rochuskapelle am Scheitelpunkt des über Jahrhunderte oft begangenen Wasserfallenpasswegs und dann weiter auf dem Grat zum aussichtsreichen Passwang auf 1204 m.
Abstieg zu den Bushaltestellen Passwangtunnel und Alpenblick oder zur Bergstation der Luftseilbahn Reigoldswil-Wasserfallen.
2 h 40
Zum Erreichen des Startpunktes auf 1204 m empfiehlt sich eine Anfahrt mit der Luftseilbahn Reigoldswil – Wasserfallen. Vom Passwang auf einem Strässchen an der Berghofwirtschaft Ober Passwang vorbei zum Hof Beibelberg. Zwischen diesen beiden Punkten münden auch die markierten Zugangswege von den Bushaltestellen Alpenblick und Passwang in unsere Route. Vom Beibelberg weiter über Chratteneggli zu den Höfen Ober Chratten und Vorder Erzberg (mit Bergwirtschaft). Von hier steil die Weide hinauf zum Gipfel, der auf den Meter gleich hoch ist wie der Passwang und eine eindrückliche Rundsicht bietet.
Abstieg nach Unterbeinwil: 1 h 20 min (Bushaltestelle).
Restaurant Alpenblick Passwang, Ramiswil
7 h 30
Blicken wir vom Gipfelsignal in westlicher Richtung, haben wir gute Teile dieser Etappe in Sichtweite, bei klaren Verhältnissen erkennen wir sogar den Sendemast bei Les Rangiers, Ziel dieser Querroute. Über eine Weide und durch Wald führt die Route über die Höfe Mittlere Rotmatt, Trogberg und Le Greierlet zum Welchgätterli, wie der nachfolgend zu kreuzende Passweg Fringeli alte Übergänge zwischen Laufental und Val Terbi, zwischen den deutschen und französischen Sprachgebieten. Auf dem Bergrücken weiter westwärts und schliesslich hinunter an den oberen Eingang der Birsklus. Von hier geradeaus auf markiertem Weg ins Zentrum des jurassischen Kantonshauptorts Delémont.
Hôtel Restaurant Victoria, Delémont

3 h 30
Vom Bahnhof durch die sehenswerte Altstadt führt der Weg über Les Côtattes hinauf zur Haute Borne (Hof mit Bergwirtschaft). Wer mehr Zeit hat, folgt ab Altstadt den Wegweisern in Richtung La Vorbourg (bedeutender Wallfahrtsort) und erreicht la Haute Borne über Béridier. La Haute Borne erinnert an einen Grenzstein, der einst die Einflussgebiete der Diözesen Basel und Besançon kennzeichnete. Nun vorwiegend über offenes Gelände führt die Route immer weiter gegen Westen, fast stets den Funkturm auf der Kuppe von Les Ordons im Blick. Die Anhöhe südlich passierend erreicht unser Weg die Passhöhe von Les Rangiers.
Hier besteht Anschluss an den von Basel/Dornach kommenden Jura-Nordwest-Weg Basel/Dornach-Vue des Alpes.
Jura Querverbindungen und Zugangswege
5 h 10
Wer auf dem Nordwest-Weg Basel/Dornach – Vue des Alpes kommt, hat in La Ferrière, der nordwestlichsten Gemeinde des Kantons Bern, die Gelegenheit zum Wechsel auf die nationale Route 5 Jura-Höhenweg. (Den Weg vom Chasseral, einem Höhepunkt auf der klassischen Höhenweg-Route 5, lässt sich natürlich auch umgekehrt begehen und erlaubt den Wechsel vom Kettenjura zum Plateaujura, der einem in La Ferrrière vor den Füssen liegt.) Die Etappe führt von La Ferrière in den obersten Abschnitt des St-Imier-Tales, durchquert das Dorf Renan, steigt mal steiler, mal weniger hinauf zum Gipfel, von weither erkennbar durch die imposanten Sendeanlagen, die man auch aus dem Intro des Wetterberichts des Deutschschweizer Fernsehens kennt.
5 h 15
Auf dieser Route gelangt man vom ehemals vorderösterreichischen Brückenstädtchen Laufenburg am Hochrhein über einen früher wichtigen Pass im östlichen Jura ins Brückenstädtchen Brugg am Unterlauf der Aare.
Die seit napoleonischer Zeit in ein badisches und in ein schweizerisches Laufenburg geteilte Brückensiedlung lohnt eine Besichtigung, bevor man den Weg über den Schinberg (Aussichtpunkt auf 691 m, höchste Stelle der Route) und Sennhütten nach Oberbözberg und schliesslich zur alten Aarebrücke beim Schwarzen Turm von Brugg gelangt. Zur Beachtung: Nach Sennhütten gelangt man zu Punkt 595, Binzacker, wo rechts ein Strässchen über die Weiler Als Stalden und Neu Stalden direkt auf die nationale Route 5 Jura-Höhenweg in Richtung Staffelegg führt.
Sennhütte, Effingen
3 h
Der alte Marktflecken, der namengebend wurde für eine ganze aargauische Region nördlich des Jura-Hauptkamms, ist heute vor allem berühmt durch bedeutende Saurierfunde (Museum). Frick ist auch ein Zentrum des Kirschenanbaus. Darum empfiehlt sich diese Wanderung ganz besonders im Frühling während der Kirschbaumblüte. Die zuerst nach Gipf-Oberfrick führende Route führt in einem bequemen Anstieg über Junkholz zum Hof Haugerhölzli, um später westlich der Anhöhe Strihen zu den Höfen der Stockmatt zu gelangen. Bald danach geht es leicht hinunter zur Bus-Haltestelle Bänkerjoch, einem bedeutenden Passübergang, der einst der Verbindung zwischen dem einst vorderösterreichischen Fricktal und der Eidgenossenschaft diente und bis heute nichts von seiner Funktion für den regionalen Verkehr eingebüsst hat. Auf dem Bänkerjoch besteht Anschluss an die nationale Route 5 Jura-Höhenweg.
Hotel Restaurant Adler, Frick
5 h 30
Wie Laufenburg (vgl. Zugangsweg A) hat auch Rheinfelden eine Vergangenheit als vorderösterreichisches Städtchen mit einer Rheinbrücke. Heute ist der aufstrebende Bezirkshauptort unter anderem bekannt als Badekurort und durch eine Grossbrauerei in (fast) aller Munde. Die landschaftlich sehr abwechslungsreiche Tour führt durch den westlichsten Teil des Fricktals ins Obere Baselbiet, streift Kirschenland, umrundet das alte Damenstift Olsberg, durchquert die kleine Gemeinde Hersberg und erlaubt von der Sissacher Flue (Bergwirtschaft) einen eindrücklichen Blick ins Ergolztal und über den Tafeljura an den Kettenjura (bei guten Verhältnissen auch Alpensicht). Vorwiegend durch Wald, aber auch über Wiesen- und Ackerland geht es über die Rickenbacher Höchi und die Buusereegg zur Burgruine Farnsburg (Restaurant). Verschiedene Abstiegsmöglichkeiten zum ÖV in Richtung Buus, Hemmiken, Ormalingen und Gelterkinden.
Restaurant Dornhof, Magden

4 h 30
Von allen Seiten ist aus den umliegenden Gemeinden dank Anbindung an den ÖV die Farnsburg durch einen Aufstieg erreichbar, am Nächsten liegt die Bushaltestelle Buuseregg der Linie 100 (Gelterkinden-Rheinfelden). Von der Farnsburg führt diese Route abwechselnd durch Wald und offenes Gelände zunächst zu den Höfen Junkerschloss und Asphof (Bushaltestellen), dann hinauf ins Waldgebiet Kei nach Limperg und nun in südlicher Richtung entlang der Kantonsgrenze Basel-Landschaft/Aargau nach Anwil. Unterwegs lassen sich Grenzsteine mit dem Wappen Österreichs entdecken. Aus der östlichsten Baselbieter Gemeinde (überaus grossen Dorfbrunnen beachten!) führt der Weg zur Egg und dann durch den Schnäpfwald zur Schafmatt, einem alten Übergang für Handelsverkehr und Einsiedeln-Pilger. Hier besteht Anschluss an die nationale Route 5 Jura-Höhenweg.
Abstiegsmöglichkeiten zu Bushaltestellen in Oltingen, Barmelweid und Rohr.
6 h
Die Kantonshauptstadt Liestal mit seiner hübschen Altstadt ist Ausgangspunkt vieler Wanderwege, die in alle Richtungen streben. Manche führen in den Tafeljura und bis auf die Höhen des Kettenjura, so die Jura-Zugangswege D und E. Eine schöne Möglichkeit dazu bietet die abwechslungsreiche Route zum beliebten Aussichtsgipfel Belchenflue. Ab Bahnhof oder Haltestelle Altmarkt strebt man zunächst durch die Waldfluren Galms und Landschachen nach der mächtig gewachsenen Wohngemeinde Ramlinsburg. Danach geht es hinauf zum Zunzgerberg mit seinen Höfen. Mehrheitlich gegen Süden strebt man dann auf dem Rücken zwischen Waldenburgertal und Diegtertal gegen Süden, zumeist den Kettenjura und das Ziel vor sich sehend. Über die Höfe Länz und Birch erreicht man den Berggasthof Ober Bölchen (mit Übernachtsmöglichkeit) und schliesslich via Chilchzimmersattel den Gipfel auf einem schmalen Felsen (Aufstieg zum Gipfel gut gesichert). Hier besteht Anschluss an die nationale Route 5 Jura-Höhenweg. Auf dieser Route via Dürstel nach Langenbruck (Bushaltstelle).
5 h 50
Die Kantonshauptstadt Liestal mit seiner hübschen Altstadt ist Ausgangspunkt vieler Wanderwege, die in alle Richtungen streben. Manche führen in den Tafeljura und bis auf die Höhen des Kettenjura, so die Jura-Zugangswege D und E. Der östlich des Bahnhofareals das Trassee unterquerende Orisbach ist bis oberhalb der Orismühle der Wegbegleiter einer Route, die bis auf die letzten knapp 500 m vollständig auf dem Gebiet des Kantons Basel-Landschaft verlauft. Das in einem kleinen Nebenast des Oristals liegende Lupsingen mit einem grossen Neubauquartier ist das letzte Dorf am Weg. Bis zum Ziel auf 1204 m treffen wir nur noch auf Bauernhöfe oder sehen die Dörfer bloss in der Ferne. Über den Chleckenberg und die Holzenbergstrasse (Punkt 610) querend geht es zur Eichhöhe (Verbindungsstrasse Reigoldswilertal – Schwarzbubenland). Die nun ansteigende Route führt zur Ulmethöhe vorbei an der Ruine Ramstein (ehemaliges Vogteischloss). Von der aussichtsreichen Hochwacht gelangt man zur Jägerlücke, einem engen Felsdurchgang, und darauf zum Berghaus Vogelberg (Wirtschaft). Einige Minuten später ist der Passwang erklommen, der direkt am Jura-Querweg Belchenflue – Les Rangiers liegt.
Abstiege zum Bushaltestellen Passwangtunnel und Alpenblick oder zur Bergstation der Luftseilbahn Reigoldswil-Wasserfallen.
7 h 25
Am Endpunkt der von der Stadt Basel herkommenden Tramlinie 1 respektive am Bahnhof Dornach-Arlesheim startet dieser interessante Zugangsweg zur Querverbindung Belchenflue – Les Rangiers. Vorbei am Goetheanum (Weltzentrum der Anthroposophie) und der Schlossruine Dorneck führt der Weg zunächst zur Schartenflue (Aussichtsturm und Wirtschaft). Hinunter nach Gempen und dann in südlicher Richtung über Dummeten hinunter nach Seewen, bekannt durch das international bedeutende Musikautomaten-Museum. Bald nach dem Baslerweier geht es hinauf zu Punkt 610 Holzenberg. Von hier weg ist die Route identisch mit dem Jura-Zugangsweg E: Eichhöhe – Ulmethöhe – Vogelberg – Passwang, hier Anschluss an den Jura-Querweg Belchenflue – Les Rangiers.
Abstiege zum Bushaltestellen Passwangtunnel und Alpenblick oder zur Bergstation der Luftseilbahn Reigoldswil-Wasserfallen.